Underworld: Evolution

Underworld: Evolution (Underworld: Evolution)
USA 2006

Regie: Len Wiseman; Buch: Danny McBride, Len Wiseman; Kamera: Simon Duggan
Darsteller: Kate Beckinsale (Selene), Scott Speedman (Michael Corvin), Tony Curran (Marcus Corvinus), Shane Brolly (Kraven), Michael Sheen (Lucian), Bill Nighy (Viktor)
Länge: 105 Minuten

Wie schon am Ende des ersten Teils erahnt, folgt Underworld eine Fortsetzung – und eine weitere soll noch kommen, denn immer noch ist der Krieg zwischen Werwölfen und Vampiren nicht beendet. Seline und ihr mutierter Hybrid-Freund Michael sind auf der Suche nach den Anfängen und der frisch erwachte Marcus braucht beide als Schlüssel für seinen Wolfsbruder, der einst gefangen gesetzt wurde.

Zweite Teile haben´s schwer. Der hier besonders. Aber der hier macht es sich vor allem schwer. Weil er eine Geschichte erzählt, die absolut unspektakulär ist. Weil er Elemente des ersten Teils nihiliert. Weil er trotz mehr Geld weniger heraus holt…

“Underworld 2” ist ein wilder, trashiger Popcorn-Verschnitt, bestimmt nur noch für den Konsum durch gelangweilte 16-jährige, die an einem regnerischen Freitag Abend ins Kino wollen.
Die Action beschränkt sich auf langweilig-hektische CGI-Kämpfe, die Ausstattung (gerade in den Rückblicken) plündert “Herr der Ringe”-Ripp Offs und die Geschichte braucht über 100 schleppende Minuten, um sich ans Ende zu kämpfen.

Enttäuschend und entlarvend ist es dabei, daß Wiseman mit mehr Budget in stärkere Klischees und Trashfaktoren abdrifted.
Für geneigte Fans wäre der Film also noch unter Umständen und mit Abstrichen goutierbar, doch dadurch, daß Charakter, Personen und Handlungen des ersten Teils mitunter ignoriert werden – und das für eine sehr schwache Storyline – bringt den Film in seiner eigenen Filmwelt durcheinander. Das können auch Wohlgesonnene schwer verzeihen, denn auch für einen Unterhaltungsfilm sollten die eigenen Vorgaben erfüllt werden. Wenn man nicht immer was neues beizutragen hat, gut, das ist bei der Masse der Werke eben so, aber die Welt von „Underword: Evolution“ verändert die von „Underworld“ schon in den ersten Szenen. Nichts davon hat man im ersten Teil gesehen oder gespürt. Insofern ist man kaum geneigt, sich wohl zu fühlen bei so viel Lieblosigkeit.

War der erste Teil noch einfaches aber gefälliges Genrekino für Vampirfans, so ist der zweite nur eine reine Geldmaschine.