The Dark Knight Rises

The Dark Knight Rises (The Dark Knight Rises)
USA/GB 2012
Regie: Christopher Nolan; Buch: Christopher Nolan, Jonathan Nolan, David S. Goyer; Kamera: Wally Pfister; Musik: Hans Zimmer
Länge:
164 Minuten

Komplett zurückgezogen lebt Bruce Wayne nach dem Tod seiner Auserwählten in „The Dark Knight“ – innerlich wie äußerlich ein Wrack. Doch mit neuem Übel kommen neue Kräfte und so nimmt er den Kampf gegen Bane auf, der Gotham City bedroht.

Mit dem dritten Teil der neuen Batman-Reihe kommt vor allem eines auf den Zuschauer zu: Länge!
164 Minuten lang wird im Grunde die gleiche Geschichte/Bedrohung wie im ersten Teil “Batman Begins“ erzählt. Gotham ist abgeschnitten, die Verrückten haben die Macht, das Gefängnis (nicht die Irrenanstalt) wird befreit, eine Bombe bedroht alles und jeder soll mit Mann und Maus untergehen – ganz nach dem Plan des Nachkommen von Rhas Al Ghul (der dies zuvor versuchte).

Das ist, gelinde gesagt, eine recht große Enttäuschung. Ein dritter Teil als quasi-Kopie des ersten? So wenig erzählerisches Geschick hätte man niemandem zugetraut. Und auch das ganze frech mal auf über  2 ½ Stunden zu dehnen ist auch eine Leistung! Dabei bleiben hier wenig Konflikte oder Schauwerte, die man so nicht schon mal gehabt hätte. Sogar der Aufbau ist ähnlich wie im 1.Teil – denn auch hier braucht Bruce eine Zeit, bis er Batman ist und die Technik auspackt.

Irgendwie scheint es Christopher Nolan nicht wirklich mehr zu interessieren, was Batman gerade macht – und so angelt sich der Film ambitionslos von einer Szene zur nächsten. Hier gibt es denn auch für Popcorn-Fanatiker kaum etwas, was im Gedächtnis bleibt. Action, Inszenierung, Aufbau – alles Routine und alles schon mal deutlich stringenter präsentiert.

250 Millionen Dollar stand auf dem Budgetzettel und ganz ehrlich – ich sehe davon wirklich kaum was im fertigen Film. OK, ein Football-Stadion zerbröselt gekonnt, sowie ein großer Teil der Stadt – aber daß es dann nicht zu halbwegs glaubhaften Kampfszenen gereicht hat?
Daneben-Schlagen geht in Ordnung beim Drehen – aber im Film sollte das dann schon echt aussehen. Und für 250 Millionen muss das definitiv drin sein. Da gibt´s in vielen asiatischen Filmen deutlich leidensfähigere Leute in den Kampfszenen, so daß das glaubhaft rüberkommt.

Ach ja – Catwoman kommt auch vor und darf sich sogar mit Batman verbünden und als sehr deutlicher Love-Interest herhalten. Da fand ich dann das erotische unerfüllte Knistern zwischen Batman und Catwoman im alten “Batmans Rückkehr“ deutlich interessanter.

“Batman 3“ hat weltweit die eine Millarde Dollar Marke geknackt. Insofern müssen sich die Macher finanziell keine Sorgen machen. Das hat sich gelohnt. Filmisch bleibt dennoch leider nur ein Film der sich selbst kopiert und dies mit heisser Luft füllt. Wenn er das in 100 Minuten getan, dann wäre das wenigstens unterhaltsam  – aber so einfach nur langatmig.