ROLLERBALL

 

Rollerball (Rollerball)
USA 2002


Regie: John McTiernan
Kamera: Steve Mason
Darsteller: LChris Klein (Jonathan Cross), Jean Reno (Alex Petrovich), LL Cool J (Marcus Ridley), Rebecca Romijn (Aurora)
Länge: 98 Minuten, Farbe





 

© Photos by MGM

Über das 2002 erschienene Remake von “Rollerball” (1975) wollte ich eigentlich nie Worte verlieren oder eine Kritik schreiben. Leider mußte ich dies tun, denn der Film ist brutal - brutal schlecht!

Im Jahre 2005 wird die Bevölkerung verschiedener Länder, die allesamt Kandidaten für die Achse des Bösen sind, durch ein Spiel namens Rollerball ruhig gestellt, weil ihre Machthaber natürlich ganz fiese Ausbeuter und Menschenrechts- beschneider sind (nur Privilegierte dürfen z.B. Satellitenfernsehen empfangen - gemein, was?).

Die Spieler sind auf Rollschuhen und werden von Motorräder gezogen, um letztendlich mit einem schweren Metallball einen Treffer zu landen. Als einer seiner Kameraden auf dem Spielfeld umgebracht wird, wird der Star Jonathan stutzig. Gewalt für Quote heißt das neue Konzept und Jonathans Leben ist in Gefahr. Beim Abschlußspiel werden alle Regeln außer Kraft gesetzt, denn er soll die Arena nicht mehr verlassen. Doch der perfide Plan mißlingt und Jonathan und die anderen Spieler zeigen dem Publikum, was für Drecksäcke eigentlich ihre Führer sind.

Regisseur John McTiernan war einmal einer der ganz hoch gehandelten Actionregisseure (“Stirb langsam 1 und 3”, “Predator”, “Jagd auf Roter Oktober”). Ähnlich wie einige Schauspieler  (Christopher Lambert) geht er aber die Karriereleiter nach einem voluminösen Start wieder nach unten.

“Rollerball” ist überhaupt nichts. Selten war es mir so egal einen Film auch nur weiter anzuschauen, selbst ausgiebiges Spulen auf dem Videoband machte das Werk nicht kurzweiliger. Keine Unterhaltung, keine Spannung, keine Action, dafür lächerliche Power Ranger-Verschnitte auf Rollschuhen und eine aufgesetzte , pathetische Geschichte. Kein Wunder, daß man den Film über neun Monate zurück hielt.
War das Original zwar kein unangreifbares Meisterwerk, so hatte es aber gute Szenen, tolle Action und genügend Spannung, als daß die kleinen Längen und die hin und wieder moralinsaure Botschaft allzu schwer ins Gewicht fallen.

Das Remake gleicht den Rollerballsport amerikanischen Medienverhältnissen an und macht ihn zu einer Veranstaltung ähnlich der Wettkämpfe, die man im Sportfernsehen bewundern kann (American Gladiators etc.). Dass sich so Massen mobilisieren lassen und ihr Elend vergessen wirkt lächerlich - dazu noch in Ostblockländern, Afrika oder Asien.
Extrem schlimm sind auch die schon erwähnten Masken der Spieler. Waren es im Original eher Eishockey oder Football Helme, so sind es hier verschiedene phantasievoll gestaltete Monstren, die einen an die kindlich-naiv-doofe Power Rangers Serie erinnern, da alles nach Plastik riecht. Leute mit Ritterhelmen, Hofnarrenkappen etc. sind dabei an der Tagesordnung und ein weiterer Punkt, warum die Geschichte in sich hinkt..

Aber was macht man eigentlich so viele Worte bei so einem Film? Keine Worte darüber zu verlieren scheint besser und fairer, denn die Kritikpunkte sind zahllos und ich überlasse es den Zuschauern des Film und den Lesern dieses Beitrags, die extrem lange Liste zu erstellen.

Also alles in allem hat die Produktion überhaupt keinen Nährwert, nicht einmal als Popcornkino oder Actionstreifen und auch nicht als Trashprodukt, also Filme für die man sich trotz oder gerade wegen der schlechten Machart begeistern kann. Hände weg!!!









 

 

Fazit

Pure Langeweile.

 

 

 

 

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