PLANET TERROR

© Photos by
Senator/R.I.P

Planet Terror (Planet Terror)
USA 2007

Regie/Buch/Kamera: Robert Rodriguez;
Darsteller: Freddy Rodriguez (El Wray),
Rose McGowan (Cherry Darling),
Bruce Willis (Lt. Muldoon), Tom Savini (Tolo),
Josh Brolin (Dr. William Block),
Michael Biehn (Sheriff Hague),
Marley Shelton (De. Dakota Block),
Quentin Tarantino (Soldat),

Länge: 105 Minuten
Bild: Farbe

 

 

Ein Biovirus überfällt die Menschheit. Natürlich einst zum Armeeeinsatz gezüchtet, sind jetzt meist harmlose Passanten und Bewohner betroffen. Unter der Führung beherzter junger Menschen schließt man sich zusammen, um dem Übel Herr zu werden.

“Planet Terror” ist eine Hommage an Trash-Filme, an B-Movies mit schlimmer Storyline, an Zombiefilme, an Horrormovies und Filme mit harten Kerlen. Wer schon mit den Originalen nichts anfangen kann, der hat in dem Film zweimal nichts verloren. Wer es kann, dem wird hier nichts neues erzählt. Das wäre ja im Prinzip gar nicht so schlimm, allerdings ist hier halt wirklich “nichts neues” buchstäblich gemeint.

Harte Kerle, fesche Mädchen, so weit, so gut. Das Genre selbst hat auch seinen eigenen Reiz und die erzählerischen Freiheiten und verrückten Einfälle, die ein B-Film zulassen sind sicherlich zahlreich und eine Freude für jeden Filmemacher.

Doch die Inszenierung wie auch die Story ist so belang- wie auch einfallslos. “Planet Terror” ist kein schlechter Film, leider auch keiner , der jemals über ein fast schon unteres Mittelmaß heraus kommt.

Alles gebotene kennt der Filmfan schon, der sich in so einen Film verirrt. Dazu bietet Rodriguez eine derart langatmige und langweilige Inszenierung, daß man nach der Hälfte des Filmes schon sehnlichst das Ende erwartet. Leider wurden die Freiheiten und Möglichkeiten in keinster Weise wirklich genutzt, die sich einem bei so einem Film bieten. Irgendwie enttäuschend ist das schon.

Die Figuren und Dialoge sind bedeutungslo ser wie sie nicht sein können. Hier ist alles wirklich in keinster Weise interessant und vor allem nicht spannend oder gar gruselig. Selbst für den Splatterliebhaber gibt es hier kaum Schauwerte. Die zitierten Originale bieten allemal mehr. Der Actionfan darf ein paar Stunts und Explosionen bewundern, alles in allem würde man aber lieber zum nächsten Romero oder Barbaren-Streifen greifen - selbst auf der Metaebene wir hier mehr geboten.

Die ´originellste´ Idee kennt jeder zudem schon vom Plakat - anstelle der amputierten Hand mit diversen Prothesen schießt hier zu Ende die Hauptdarstellerin mit einer MG-Beinprothese. Wow. Das war´s.

Wer darüber tagelang lachen kann, der findet sicher den ein oder anderen Gag über abgeschnittene Hoden und ähnliches Kaliber toll, aber alles in allem ist der Film mit 105 Minuten gefühlte 45 Minuten zu lang, denn eine wirkliche Storyentwicklung gibt es nicht und keiner der zitierten Filme, so schlecht der ein oder andere auch sein mag, wird nur im geringsten erreicht.

“Planet Terror” bleibt so eine B-Film Hommage, die in ihrem Anspruch stecken bleibt und eine definitive Enttäuschung für jeden B -Film Liebhaber ist.

 

 

 

 

Fazit

Mißglückter Versuch einer B-Film-Hommage. Leider.

 

 

 

 

 

 

© 2002-2011 brand-X films - Wir übernehmen keine Haftung für Links und deren Inhalt
Alle Beiträge unterliegen den geltenden Urheberrechtsbestimmungen und sind Eigentum der brand-X films®