MONSTER X GEGEN DEN G8 GIPFEL

Monster X gegen den G8-Gipfel
(Monster X Strikes Back)
2008 JAP

Regie: Minoru Kawasaki;
Länge: 92 Minuten, Farbe





 

Mann sieht das ... ääh ... sch...lecht aus, dieses Monster X, genannt Guilala.

Auch abseits von Godzilla gab es weitere japanische Film-Monster. Der Titelgebende Guilala brachte es aber nur auf einen Film und das wundert keinen, sieht der Kerl doch aus, wie ... na was eigentlich? Keine Ahnung, schließlich gibt´s da einen Godzilla-Körper auf dem ein Blechhelm sitzt, der lustige Blinke-Augen und wabbelnde Antennen besitzt, quasi ein außergalaktisches Riesenhuhn - das kann nicht gutgehen!


Für einen neuen Monsterfilm reicht dennoch allemal, schließlich ist der Name nicht so teuer, wie der seines großen Bruders Godzilla und der Film selbst sieht sich ohnehin als parodistische Hommage der “Kaiju Eiga”, der japanischen Riesenmonsterfilme. Und so kämpft nun der gesamte G8-Gipfel gegen Guilala, der plötzlich auf der Erde auftaucht. Jedes Staatsoberhaupt versucht den Unhold mit anderen Methoden auszuschalten, was aber kläglich schief geht. Als dann der nordkoreanische Führer inklusive Amazonentruppe den Gipfel gefangen nimmt, droht ultimatives Unheil.

Holla - wer hat sich so einen Schmarrn ausgedacht? Die Japaner natürlich. Hut ab, das hat Stil - zumindest ist das ganze Filmwerk gewollt übertrieben. Leider reicht das aber nicht, denn wo ein Wille ist, ist nicht immer ein Weg - zumindest nicht der richtige.

“Monster X” ist ein Film mit sehr geringem Budget und kann natürlich so kaum mit den (meist selbst auch nicht besonders großzügig budgetierten) Filmen seiner Liga mithalten. Die Schauwerte sind gering, teilweise wurde sogar Material des alten Guilala-Films wieder verwertet. Leider hat man hier aber die Chance vertanm dies durch eine gute Bildsprache und straffe Dramaturgie zu kompensieren.
Auch als Parodie funktioniert da wenig. Die Gags sind eher spärlich gesät und dann selten von hoher Qualität. Furz-Witze fand ich noch nie lustig und wenn dann die schlechten Gags auch noch dröge dahin plätschern, dann geht selbst der letzte Trash-Faktor flöten.

Den hätte der Film auch erreichen können, doch leider reicht es nicht mal dazu. Kawasaki lässt die Leute reihenweise die selben Dinge tun und alles dreimal sagen, zeigt Autofahrten, Ein- und Aussteigen und noch mehr Sachen, die wenig interessant sind und den Film zäh wie Kaugummi dehnen. Die Kamera bleibt ebenfalls farblos und da auf dramaturgischer Seite auch wenig passiert, da schließlich die immer neuen Versuche das Monster zu töten irgendwann einmal einschläfernd wirken, kriecht der Film höhepunktslos vor sich hin.

Immerhin findet Guilala noch mit Take-Majin seinen würdigen Gegner im Finalkampf und verliert dabei seinen Kopf - ein zugegebenermaßen unerwarteter Zug, denn normalerweise leben die Monster quasi ewig. Insofern gab es doch noch eine Überraschung im Film.

Mann, Mann, Mann - was hätte man trotz Budgetarmut alles mit dem Film machen können? Leider hat man das Potential gründlich verschenkt und so bleibt auch für “Monster X” das gleiche Urteil wie für den “Calamari Wrestler” des selben Teams - langatmig, witz- und actionlos inszeniertes Kino - da schaut man sich besser die alten Filme an. Die waren zwar teilweise ernst gemeint, sind aber zig-Mal lustiger und besser gemacht.


Lohnenswert ist aber das Bonus-Material der DVD, in dem der Bau des Monsters und der Dreh der Kaiju-Szenen gezeigt wird. Hier sieht man auch, das Regisseur Kawasaki und sein Team viel Spaß dabei hatten, sowie einige kleine Tricks der Monsterstudios.
Hey, das Bonusmaterial war lustiger als der ganze Film - also hat das ganze doch noch was Gutes...

 

 

 

Fazit

Witzlose Komödien-Hommage

 

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