IDENTITÄT

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Columbia Tristar

Identität (Identity)
USA 2003

Regie: James Mangold;
Buch: Michael Cooney
Darsteller: John Cusack (Ed), Ray Liotta (Rhodes),
Amanda Peet (Paris), John Hawkes (Larry),
Alfred Molina (Doktor Malick), Jake Busey (Robert Maine),
Rebecca De Mornay (Caroline Suzanne)

Länge: 85 Minuten
Bild: Farbe

 

 

10 Leute treffen sich bei Sturm und Regen durch Zufall in einem Hotel. Es sind die unterschiedlichsten Charaktere, unter anderem ein gefährlicher Häftling und eine verletzte Frau. Zeitgleich wird anderswo über die Berufung eines kurz vor der Todesstrafe stehenden Mörders beratschlagt. Doch bald nimmt die Zahl der überlebenden Gäste rapide ab und langsam beginnen sich ihre Geheimnisse zu offenbaren.

“Identität” ist als klassisches Who-done-it konzipiert und arbeitet mit Versatzstücken aus der wieder populären Slasher-Welle.

Einer hat es getan - alle Wege sind versperrt, es regnet und der Sträfling ist ausgebrochen - wer also hat das erste Opfer - Caroline, die Schauspielerin - getötet; und wer das nächste? ´Der Mörder ist unter uns´, heißt es für alle beteiligten, aber Motive gibt es keine, da alle aus Zufall hier sind. Trotzdem gibt es anscheinend ein System dahinter.
Diese grundsätzlich interessante Ausgangssituation bietet vom Konzept her spannendes - was der Film teilweise vermissen läßt.

Die Figuren werden alle sehr wirr eingeführt. Rückblenden, ständiger Wechsel (bei 10 Hauptpersonen nervt das sehr schnell), kleine Geschichten zu jeder Figur - das alles ist zwar schwer in einen Film zu integrieren ohne auszuufern - und so gesehen haben Drehbuch und Regie sicherlich einen Weg eingeschlagen, um die Zeit nicht unnötig zu dehnen - doch leider haben sie dabei die Figuren verloren, denn das schnelle Springen distanziert und läßt die Geschichte nicht zum Erzählen kommen.

Die Spannung selbst setzt zudem erst sehr spät ein, da die Vorgeschichten immer noch zu lange dauern und keinen Hook, außer einigen Hinweisen über ein Massaker in einem Motel, haben.

Die Slasher-Einlagen akzeptiert man hier gerne als ersten Effekt und neuen Antrieb. Doch leider sind sie zu routiniert inszeniert und bieten in sich wenig, was man nicht erwarten würde. Aber dadurch kommt die Geschichte in Gang und die ´Wer-ist-der-Mörder”-Frage auf.
Die Auflösung ist definitiv überraschend und originell, doch leider auch wieder so abgehoben, daß sie etwas unfair erscheint.

Die interessante, aber konstruierte Ausgangssituation wird durch eine quasi übernatürliche Lösung verdorben. Eine wirkliche Lösung, sicherlich sehr sehr viel vom Drehbuch verlangen würde, wäre viel befriedigender und nicht so unfair; so bleibt allein der Überraschungsmoment.

 

 

 

 

Fazit

Etwas dröge, stereotyp und unfair in der Auflösung.
Dennoch gut als Lückenbüßer.

 

 

 

 

 

 

 

 

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