HIGHLANDER II

Highlander II
(Highlander II)
USA 1990

Regie: Russell Mulcahy
Musik: Steward Copeland;
Darsteller: Christopher Lambert (Connor MacLeod), Sean Connery (Ramirez), Virginia Madsen (Louise Marcus), Michael Ironside (Katana)
Länge: 91 Minuten Farbe

Neee, was für eine Trashgranate!
Nach dem großen Erfolg von “Highlander” - einem eigentlich in sich geschlossenen Film ohne offenem Ende, der ideenreich und unterhaltsam inszeniert war, kamen findige Produzenten 6 Jahre später auf die Idee, die Unsterblichen wiederzubeleben.

Nur zum Verständnis - im ersten Teil kämpfte Connor MacLeod gegen böse Unsterbliche, bis er als letzter übrig blieb und nun mit großer Macht ausgestattet wurde, dafür aber sterblich war. Da kann es logisch keine Fortsetzung geben! Never.
Aber irgendein Drehbuchautor wurde weich geklopft und man hat sich eine der abgedrehtesten und dööfsten Geschichten seitdem einfallen lassen:
Connor und die anderen Unsterblichen sind Außerirdische vom Planeten Zeist. Sie wurden allesamt vom bösen General Katana(!) auf die Erde verbannt, weil sie gegen ihn rebellierten, was sozusagen die Ausgangslage des ersten Teils im Nachhinein bildet.

So weit - so schwachsinnig, aber warum gab es dann böse Umsterbliche und gute? Eigentlich müssten doch die verbannten Rebellen alle ein gemeinsames Ziel haben und eher gut sein? Und warum können die auf der Erde dann nicht sterben, es sei denn durch Kopfverlust?
Naja, der Rest ist Schweigen.

Kurz bevor Connor altersbedingt selbst mit dem Fährmann fahren muss, tritt der böse General Katana wieder auf. Anscheinend kann er es nicht abwarten und somit schickt einige Leute los, die Connor beseitigen sollen, denn dieser ist, so steht es geschrieben, seine größte Gefahr.
Damit nimmt das ganze seinen weiteren tragischen und hirnverbrannten Verlauf. Neue Außerirdische heißt, daß Connor wieder unsterblich wird - auch der im ersten Teil getötete väterliche Freund Ramirez (Sean Connery), kehrt kurz wieder von den Toten zurück, eigentlich sicher weil man mit Connerys Präsenz und der beliebten Figur Kasse zu machen versucht, aber im Film erfolgt die Auferstehung ganz einfach, weil Connor ihn in seiner Not herbei ruft.

Und so könnte man weiter machen.
Obwohl “Highlander 2” sicher hier und da interessante Ansätze hat, wie lange und komplizierte Kamerafahrten ohne Schnitt, so wird das schnell durch das Drehbuch und die Regie zu nichte gemacht.

Der Film ist somit aber ein einziges Trashfest, der vielleicht zu lange in einer nicht unverdienten Verbannung schmort. Außerirdische Rebellen die vor hunderten von Jahren auf ihrem Planeten mit Schwertern in der einen und Maschinengewehren mit Granatwerfern in der anderen Hand kämpfen, dazu in hippe Lacken eines marokkanischen Bazars gehüllt, Science-Fiction, Fantasy, alles miteinander vermischt - das hat man nicht überall!.

Und dann als krönender Abschluss - der Schluss - zum Träumen schön!
Nachdem General Katana pflichtschuldigst verloren hat, reisen MacLoed und Love-Interest in Astralkörpern zur Heimatwelt Zeist.

Damals war der Film als Highlander-Nachfolger eine wahre Frechheit, weswegen er auch im heutigen Highlander-Kanon mehr oder weniger ignoriert wird, heute haben wir hier eine kleine Trashperle.

 

 

 

 

 

 

Fazit

Trash vom Feinsten.
Highlander-Puristen schauen weg!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

© 2002-2014 brand-X films - Wir übernehmen keine Haftung für Links und deren Inhalt
Alle Beiträge unterliegen den geltenden Urheberrechtsbestimmungen und sind Eigentum der brand-X films®