BATMAN & ROBIN

Batman & Robin
(Batman & Robin)
USA 1997


Regie: Joel Schumacher
Darsteller: George Clooney (Batman), Chris O´Donnell (Robin), Arnold Schwarzenegger (Mr. Freeze), Uma Thurmann (Poison Ivy), Alicia Silverstone (Batgirl), Ella Macpherson (Judy Madison)
Länge: 125 Minuten, Farbe

 

© Photos by Warner Brothers

Schon der dritte Film der ersten neueren Batman-Filme schlug eine andere Richtung ein als die Burton-Originale.
“Batman & Robin” (also der vierte) ist aber eine wahrhaft schauderliche Mischung aus Trash, Trash und Trash.
OK, ganz so einfach ist es nicht - da fehlt noch Comic, Science-Fiction und doofe Ideen. Da weiss man dann, wo man ist und dass die wohltuende Düsternis der Vorbilder für plattes Comic-Mainstream geopfert wurde.


Nicht umsonst war nach diesem Film Schluss mit der Reihe. Was uns Regisseur Joel Schumacher hier zumutet ist schon allerhand.
Mann, was war ich damals wütend auf den Film - Mann, was für ein Trashkleinod ist das heute!

Warum? Ganz einfach hier mal ein paar Szenen.
Zu anfangs werden Batman und Robin vom bitterkalten Mr. Freeze attackiert. Der friert alle Gegner ein und so stehen dann überall Plastik-Eis-Kristalle herum, dass es eine wahre Freude ist.
Und wen hat Mr. Freeze dabei? Natürlich seine Scherken. Aber was für welche? Klar - Kerle auf Schlittschuhen, mit Fellmützen und Eishockeyschlägern.

Das ist per se schon reichlich blöd, aber nachdem B&R ihr Signal gesehen haben, greifen sie natürlich ein und haben als Spezialausrüstung schon vorimplantierte, ausklappbare Schlittschuhe in ihren Stiefeln.
Jawoll! Wenn ich Superheld wäre, dann ist es genau das, was ich mir als Ausrüstungsteil einbauen lassen würde. Schlittschuhe! Ja, was sonst? Keine speziellen Waffen oder Abwehrschirme, Peilsender oder alles zerstörende Säuretropfen! Nein, denn da gibt es doch die viel höhere Wahrscheinlichkeit, dass mal ein angriffswütiger Schneemann vorbei kommt oder der Grinch Santa Claus entführt - und was brauch man dann? Genau - Schlittschuhe!

 

Danach prügeln sich alle um ein Superjuwel. Dabei benehmen sich Mr. Freezes schurkische Scherken wie die allerdümmsten Aufziehroboter aus dem Kinderprogramm..
Stupide klatschen sie an Wände oder springen gezielt an B&R vorbei, dass es eine wahre Freude ist.Mit dem Superjuwel wird dann noch kurz Eishockey gespielt. Und wer jetzt denkt, dass das alles war, der hat sich geirrt, denn in den ersten 15 Minuten fackeln die Macher einen derartigen Blödsinn ab, dass es geradezu kracht!

Batman und Mr. Freeze kämpfen Minuten später in einer Rakete. Diese startet und Robin springt auf deren Außenseite. Dort krallt er sich fest, die Rakete hebt ab, er hält sich weiter daran fest, sie steigt krachend hoch, Robin klammert weiter und jeder normale Mensch fast sich an den Kopf oder liegt vor Lachen auf dem Boden, denn Robins Klebeeigenschaften scheinen selbst bei solchen Geschwindigkeiten noch außergewöhnlich zu sein.

Dann geht es weiter!
Ein irrer Wissenschaftler züchtet den Supersoldaten (Bane)!
Die Interessenten sind seltsam asiatisch, sozialistisch und arabisch aussehende Menschen in Armeeuniform. Einem wenig freiwilligen Versuchsobjekt pumpt der Forscher eine Substanz in das Hirn, auf der “Venom” steht - also “Gift”.

Ja - ist doch logisch:
a) jeder Biochemiker hat immer solch sehr präzise chemische Angaben auf seinen Flaschen stehen
b) Wer einen Supersoldaten will, der lässt ihn klugerweise mit “Venom”  mutieren, da er dann sicher sein kann, dass dieser im Anschluss  total hohl dreht und weder er noch jemand anderes solch einen durchgeknallten Soldat kontrollieren kann. Und genau das will ja eigentlicher jeder Superbösewicht - eine Armee voller Superidioten, die alles macht, nur eben nicht, das was man möchte. Perfide, perfide!

Auf jeden Fall mutiert dann nicht nur der Soldat, sondern auch die treudoofe Laborantin des Chemikers, um sich pflichtschuldigst in die Pflanzenfreundin “Poison Ivy” zu verwandeln.
Später sitzt sie dann auf einem Efeutron mit angriffswütigen Schlingpflanzen. Jaa! Nicht mal italienische Vielfilmer kommen auf so bekloppte Ideen.

Aber hier heisst es Klotzen nicht Kleckern und somit wird nach Batman, Robin, Mr. Freeze, Bane und Poison Ivy noch das Batgirl ausgepackt und so hat jeder was er braucht!
Herzergreifend ist auch die finale Läuterung von Mr. Freeze, der noch fünf Minuten zuvor liebend gerne mehrere Millionen Menschen umgebracht hätte. Aber kleine Fehler machen ja auch sympathisch.

Ausserdem allen gibt es weitere, unglaubliche Lacher.
Wer hier am Werk war, hat auf jeden Fall mächtig einen an der Schüssel gehabt. Dazu gibt es knallbunte Geisterbahnbeleuchtungen, für die angeblich ein extra buntes Farbverfahren entwickelt wurde. OK, das rundet natürlich den schlechten Gesamteindruck ab, was will man mehr?

“Batman & Robin” ist wirklich ein hochklassiger Kandidat für den Trash-Film par excellence.
Da steht er in einer Reihe mit “Superman IV” und “Highlander 2”.

 

Fazit

Eine echte Trashperle!

 

 

 

 

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