Der Traum vom Sieg

Der Traum vom Sieg (Der Traum vom Sieg)
BRD 2009

Regie & Schnitt: Dirk Weiler
Produktion: brand-X films
Kamera: Dirk Weiler, Bastian Böckle, Sven Weiler, Urszula Stypulkowska
Musik: Marcel Schweder, Dirk Weiler, eleVate
Schnitt: Dirk Weiler
Länge: 114 Minuten Farbe
Specials: Die WM – Day By Day (ca. 80 Minuten)
                    Trailer Dettenheim (ca. 3 Minuten)    

Mai 2009 – die Sportkegel-WM findet in Deutschland statt.
Nach einem Jahr intensiver Trainingsphase will das deutsche Herren- und Damenteam Gold in ihrer Klasse holen, doch die Konkurrenz ist stark.
Wird der Traum vom Sieg nur ein Traum bleiben?

”Komm, quäl Dich!” – Bundestrainer Karl-Heinz Schmidt steht die Anspannung im Gesicht geschrieben. Er scheint den goldenen Mittelweg zwischen Disziplin und Einfühlungsvermögen gefunden zu haben. Doch der Druck auf dem Team ist gross – im eigenen Land wollen die Zuschauer auch tolle Ergebnisse sehen.

„Der Traum vom Sieg“ ist eine Sportdoku über diesen einmaligen Event und seine Sportler. Die Kamera begleitet die Spieler im Trainingslager, ins Hotel und während der Mannschaftsbesprechung kurz vor dem Spiel und der Zuschauer erhält dadurch auch persönliche Einblicke in den Alltag der Athleten. Kern davon sind die Interviews von Spielern und Trainern, wie auch andere Szenen abseits der Bahn, die der normale Zuschauer sonst nie zu sehen bekommt. 53 Stunden Rohmaterial wurden für dieses Mammutprojekt bearbeitet, die Finaltage mit 4 Kameras begleitet, 55 Minuten Musik wurden eigens für den Film komponiert und mit 114 Minuten Endlänge weisst er eine stolze Spielzeit auf.

”Komm, quäl Dich!”

Dass dabei ein Film für Kegler und nicht-Kegler heraus kommt war Regisseur Dirk Weiler besonders wichtig: “So oft wie möglich müssen wir runter von der Bahn, das war uns schon zu Beginn des Projektes klar”, erzählt er, “so bleibt der Film unterhaltsam und bekommt Tiefe.” Auch der Spannungsbogen wurde gut durchgezogen und eine klare Chronologie geschaffen. “Wir haben uns dabei selbst Schranken auferlegt”, erklärt Weiler, “Jedes Spiel des deutschen Teams sollte gezeigt werden, die gespielten Bälle und fallenden Kegel auch immer zu dem gezeigten Spieler passen und alle Bilder auch aus dem tatsächlichen Spiel stammen!” Nur an wenigen Stellen hat man aufgrund von dramaturgischen Entscheidungen die ansonst akribische Authentizität ausser Acht gelassen. “Die besondere Herausforderung war es dabei, jedes Spiel anders aussehen zu lassen, einen anderen Aspekt zu betonen oder sonstwie ein Alleinstellungsmerkmal der jeweiligen Partie zu schaffen”, erklärt der Regisseur.

Zeitlupenszenen, dramatische Musik, originelle Kameraperspektiven und die mit Funkmikros verkabelten Trainer des deutschen Teams sind ein Teil dieses Prinzip, das im Film hervorragend funktioniert und auch dem Kegel-Laien den Spass und die Spannung eines Matches vermitteln. „Vor allem gegen Ende war es wichtig, alle Mittel auszuschöpfen, um die Dramatik der Situation zu verdeutlichen“, erklärt unser Regisseur und Chef-Kameramann Dirk Weiler. „Es war mir vor allem wichtig, dass wir nicht nur einen sportlichen Gewinner am Ende haben, sondern auch filmisch alles auf diesen Bogen zuläuft“. Zum Glück waren die deutschen Kegler in Form und es gab mit einem Doppelfinale ein besonderes Highlight bei dieser WM.