Ballistic

Ballistic (Ballistic: Ecks vs. Sever)
USA 2001

Regie: Wych Kaosayananda; Buch: Alan B. McElroy; Kamera: Julio Macat; Musik: Don Davis; Schnitt: Jay Cassidy, Caroline Ross
Darsteller: Antonio Banderas (Jeremiah Ecks), Lucy Liu (Sever), Gregg Henry (Robert Grant / Clark), Talisa Soto (Vinn / Rayne), Sandrine Holt (Agent Bennett), Ray Park (A.J. Ross)
Länge: 91 Minuten

Ein böser reicher Bube versteckt eine Geheimwaffe in dem Körper seines Kindes, um sie über die Grenze zu schmuggeln. Doch eine Ex-Mitarbeiterin verhindert diesen Plan und auch ein betrogener Agent, dessen totgeglaubte Frau und unwissendes Kind nun bei dem Bösen sind, treten gegen ihn auf den Plan. Natürlich mit Erfolg.

Glauben Sie nicht dem schmucken Cover des Filmes.
Ehrlich nicht!
Denn was einem hier geboten wird ist nicht nur eine Handlung zum Kühemelken, sondern diese wird gekonnt spannungsarm und blutleer inszeniert. Sehr lange tappt man nicht unbedingt im Dunkeln, aber ist hingegen ganz einfach nur gelangweilt, weil das Geschehen extrem sinnlos ist oder wenigstens meist so erscheint. Hier erklärt man einfach viel zu wenig bzw. kann man schwer nachvollziehen, warum wer was tut. Und das zu erklären, wäre nicht so schwer, denn allzu kompliziert ist das Ganze nicht (eher ziemlich doof). Aber ohne zu wissen, warum man sich prügelt, interessiert es einen auch letztlich nicht, wer gewinnt. Zudem kann man sich nun mal mit keiner der stoischen Figuren wirklich identifizieren und auch die wenigen vorgespielten Gefühle sind alles andere, nur nicht glaubwürdig.

Am schlimmsten ist aber die Präsentation der Action, die wirklich unterste Kanone ist. Da stimmt rein gar nichts und viele der Aktionen der Darsteller scheinen direkt aus den schlechtesten Trash-Filmen abgekupfert zu sein. Da kann es dann auch sein, daß einem aus Müdigkeit die einzig gute Actionszene des Filmes entgeht (ca. 10 sec.), in der der Sturz eines Stuntmans von einem Haus mit bewegter, zu ihm gleichbleibender Kamerafahrt nach unten gezeigt wird, der schnittlos in dem Aufprall auf einem Wagen endet. Die hab ich mir dann sogar dreimal angeschaut.

Doch das ist zu wenig für 91 Minuten pure, ununterbrochene, ausufernde und einschläfernde Langeweile.
Ein Film zum Durchspulen!