1504 – Der Landshuter Erbfolgekrieg

1504 – Der Landshuter Erbfolgekrieg
BRD 2007

Regie: Dirk Weiler
Produktion: brand-X films
Kamera, Schnitt & Tonmischung: Dirk Weiler
2. Kamera Maulbronn: Klaus Weiler
Musik: Marcel Schweder
Computeranimationen: Khaled Soliman
Länge: ca. 43 Minuten, Farbe
Specials: Der Trosszug 2004 – 4 Tage wie vor 500 Jahren (ca. 38 Minuten)
                    Experten – Interviews zu speziellen Themen (ca. 23 Minuten)

Im Jahre 2004 begannen die Dreharbeiten zu der Dokumentation, als der Kriegszug gegen die Kurpfalz unter Federführung der Vereinigung Alt-Brettheim nachgestellt wurde. Dieses Ereignis war einmalig und somit konnte nicht lange geplant werden – entweder wir begleiten den Zug für die vollen vier Tage, auch wenn damals noch nicht mehr als das Ereignis als Idee vorhanden war, oder wir lassen diese Gelegenheit verstreichen.

In Original-Gewandung begab sich ein fast 2 Kilometer langer Zug mit Landsknechten, Reitern, Ochsenwagen, Gespannen, Kanonen, Handwerkern und Marketenderinnen auf eine viertägige Reise vom Illinger Feld nach Bretten – der Weg, den vor damals genau 500 Jahren der württembergische Herzog Ulrich eingeschlagen hatte, um Bretten und später Heidelberg einzunehmen.
 
Regisseur Dirk Weiler begleitete den Zug selbst gewandet und erst danach ergab sich durch Recherche das Buch für den eigenlichen Film, denn es sollte keine Eventdoku werden, kein reines Begleiten der Veranstaltung oder des Aufwands, den man betrieb – sondern eine historische Doku über die Hintergründe des Zuges, wobei man hiermit eben einen Teil des damaligen Krieges beleuchtete und keine komplette Schau bot. „Diese Entscheidung fiel mir nicht leicht“, erklärt der Regisseur, „denn eigentlich wäre der gesamte Konflikt sicherlich wichtig für eine Doku, aber wir haben diesen einzelnen Teilkonflikt in das Ganze eingebettet und somit eine Form gefunden, die den Zuschauer den Gesamten- wie auch den Teilkonflikt begreifen lässt. Letztlich ist die Darstellung des Gesamten Krieges einfach auch eine Budgetfrage.“

Dennoch wurde alles getan, was man konnte, um den Film zu bebildern, vervorzuheben sind hier unter anderen die Computeranimationen, die helfen die Situation zu verdeutlichen, indem auf historisch korrekten Karten die Grenzen und Angriffszüge, sowie der Ausgang des Krieges gezeigt werden. Mit der Hilfe fachkundiger Kommentatoren, der Ausstellung des Stadtmuseums Bretten 2004, des Generallandesarchivs Karlsruhe und des Maulbbronner Stadtarchivs, sowie Aufnahmen der Anlagen in Maulbronn, Bretten und Heidelberg und weiteren der Brettener Landsknechte und Schwertkämpfer, konnten wir das Projekt endlich 2007 zur Premiere bringen, die restlos ausverkauft war. Mehrere Wochen lang lief der Film in verschiedenen Kinos und ist somit unsere erste echte Kinoproduktion gewesen.

DVDs des Dokumentarfilms können direkt bei uns bestellt werden.
Derzeit fallen dafür keine Versandkosten an.